Eröffnungsansprache

 

Ing. Knabl Wolfgang

Verbandsobmann Wolfgang Knabl

 

Liebe Gäste,

Nach 16 Monaten Bauzeit kann das neue Pflegeheim heute seiner Bestimmung übergeben werden, und die Bewohner können in einer Woche einziehen.

Bis zum heutigen Tag war es aber auch eine aufregende und abwechslungsreiche Reise, schließlich hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben die Ehre ein so bedeutendes Bauwerk mitbegleiten zu dürfen.

Dem heutigen Tag gehen viele Jahre der Planung, Kalkulation und Diskussion voraus, und ich danke allen die diesen Weg geduldig mitgegangen sind und nun schließlich gemeinsam die Ziellinie erreicht haben.

Wir befinden uns heute an einem herausragenden Tag, ein wichtiger Baustein für die Zukunft wurde gelegt. Im Wissen, dass der demografische Wandel auch zu einer Veränderung in unserer Gesellschaft führt wird häufig von großen Herausforderungen gesprochen.

Mit dem Beschluss und der Umsetzung zu diesem neuen Heimes hat man sich aber auch auf eine Chance konzentriert und sich der notwendigen Veränderung gestellt.

Im Schnitt werden die Menschen immer älter – und das ist eigentlich doch was Gutes.

Der überwiegende Teil davon wünscht sich in den eigenen vier Wänden alt zu werden, und Mithilfe der Angehörigen und unterstützt durch ambulante Pflegedienste kann dies auch sehr oft ermöglicht werden.

Man darf aber nicht die Augen davor verschließen, dass es aus verschiedensten Gründen nicht immer geht. Nachkommen leben nicht mehr im Ort. Die Anforderungen im Beruf sind zu groß. Oder man ist bei manchen Krankheitsbildern, wie etwa Demenz, einfach auch überfordert.  Und diese Entwicklungen gelten natürlich auch für das Söllandl.

Die Verbandsverantwortlichen haben sich ganz bewusst für dieses Hauskonzept entschieden. Es ist so konzipiert, dass sich die Bewohner ein Stück weit wie daheim fühlen und dadurch für den letzten Lebensabschnitt die Lebensqualität erhalten bleibt. Über die Philosophie des neuen Heimes können Sie sich bei den anschließenden Hausführungen, welche heute und auch morgen angeboten werden informieren, und ich bin überzeugt, dass auch Sie begeistert sein werden, welche Vorzüge dieses Heim bietet.

 

Als mit den Gemeinderatswahlen 2016 auch die Verbandsverantwortlichkeit neu zusammengestellt wurde, durfte ich die Funktion des Verbandsobmannes übernehmen, und gleich von Beginn an war die Notwendigkeit eines neuen Heimes deutlich erkennbar. Die veraltete Bausubstanz und die bei weiten nicht mehr zeitgemäßen Voraussetzungen stellten sowohl das Bewohnen als auch  die Pflegearbeit an den Rand des erträglichen.

Auf die Unerlässlichkeit einer dringenden Lösung wurde aber auch in den Wahlwerbungen zur Gemeinderatswahl von beinahe allen wahlwerbenden Listen hingewiesen – und eine Lösung wurde versprochen.

Nachdem bekanntlich Politiker zu ihrem Wort stehen, war es dann auch keine große Aufgabe die Gemeindevertreter und die Verbandsverantwortlichen zum Neubau zu motivieren.

An dieser Stelle danke ich sehr herzlich dafür, dass wirklich alle Gemeinderäte mehrheitlich den Beschluss zum Neubau gefasst haben, und auch bis zum heutigen Tag diese Entscheidung verantwortungsvoll mitgetragen haben.

Ein ganz besonderer Dank richtet sich aber auch an das Land Tirol, ohne die finanzielle Unterstützung hätten wir keinesfalls dieses Projekt realisieren können, aber auch die Mitarbeiter/innen der Behörden des Landes waren und sind uns stets hilfreich und unterstützend zur Seite gestanden, weshalb ich die Vertreter des Landes Tirol an dieser Stelle ersuche diese Wertschätzung weiterzuleiten.

Die Philosophie des Hauses beinhaltet in besonderer Weise die Gemeinsamkeit und ein ausgeprägtes Miteinander.

Deshalb können wir auch von einem besonderen Glücksfall sprechen, dass uns dieses Grundstück an diesem hervorragenden Standort in weiser Voraussicht von den Verantwortlichen längst vergangener Amtsperioden praktisch reserviert wurde. Sie wissen alle genauso wie ich, wie schwierig es in der heutigen Zeit ist ein Grundstück in entsprechender Größe, Lage und in finanzierbarem Rahmen zu erwerben. Für diesen verantwortungsvollen Weitblick sei an dieser Stelle ein besonderer Dank an unsere Vorgenerationen ausgesprochen.

 

Deswegen steht das Pflegeheim nicht irgendwo am Ortsrand. Soweit es ihnen noch möglich ist sollen die Bewohner wie gewohnt am Leben teilhaben. Das Ziel war und ist seniorengerechtes Leben, Wohnen, die Betreuung und Pflege mitten im Ort, mitten im prallen Leben zu positionieren.

Und das – bin ich überzeugt ist hier in Scheffau in bester Weise gelungen.

Heute würdigen wir den historischen aber auch sehr emotionalen Moment für dieses Werk. Dafür dass drei Nachbargemeinden einen Schulterschluss erreicht haben und nicht nur ein Bauwerk sondern eine Ideologie verwirklichen.

Das Altenwohn- und Pflegeheimes Scheffau soll Treffpunkt sein für die Menschen, die dort leben, für die Besucher aber auch für Bürger: So wird es zu einem Haus mitten im Leben.

 

Bevor ich nun zum Schluss meiner Ansprache komme, darf ich noch einen kurzen Ausblick auf den Altbau des Heimes geben.

Es ist beschlossen, dass aufgrund einer bautechnischen Prüfung die einen Umbau praktisch ausschließt, das alte Wohn- und Pflegeheim abgebrochen wird. In einem Neubau soll dann der Sozialsprengel, ein betreutes Wohnen, Mitarbeiterwohnungen sowie nach Möglichkeit noch „Start up Wohnungen“ errichtet werden. Damit würde sich der Kreis schließen der schlussendlich  ein Sozialzentrum ergibt. Für die Errichtung sind wir derzeit mit drei Wohnbauträgern in Kontakt und erwarten in den nächsten Wochen die ersten Angebote und Projektvorstellungen.

Natürlich werden wir Sie in gewohnter Weise über die lokale Presse laufend informieren.

An dieser Stelle danke ich für Ihr Kommen, Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit und darf nun das

Wort an die Architekten übergeben.

Vielen Dank.

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